Ein Tag in Nikosia (Teil 1) …

Die Hauptstadt Zyperns. Bisher war mir die Stadt nur aus den Übertragungen des Eurovision Song Contestes ein Begriff. Wir parken unseren Mietwagen und machen uns auf den Weg in die letzte Hauptstadt Europas, durch welche eine Mauer verläuft und damit zwei Bevölkerungsgruppen trennt. Vom Parkplatz bis zum zyprischen Kaffee bester Güte bei kleinstem Preis. Teil 1.
Aus dem Süden Zyperns kommend, fahren wir über die Autobahn A1 Richtung Nikosia / Lefkosia. Die gut ausgebaute Autobahn mündet schließlich in die B1 und führt uns durch die Straßen der Hauptstadt bis nahezu ins Zentrum. Von der B1 biegen wir rechts ab und fahren bis zur D’Avilla Bastion, wo wir neben einer Tankstelle einen großen öffentlichen Parkplatz finden, mit vielen Stellplätzen. Eine kleine Rampe führt nach unten, ticket gezogen, Motor aus. Los geht’s.

Über eine kleine Treppe gelangen wir nach oben und befinden uns an einem Kreisverkehr. Wenige Meter entfernt sehen wir die Bayraktar Moschee vor welcher sich ein weitläufiger Parkplatz befindet. Auf diesem ein Marktplatz mit Ständen an denen frische Früchte, Lebensmittel des täglichen Bedarfs und Kleidung verkauft wird. Neugierig gehen wir die paar Schritte und stehen am Constanza Bastion Parkplatz auf welchem sich der Marktplatz befindet. Die Auswahl an Früchten ist reichhaltig. Belebte Marktstimmung.


Die Omeriye Moschee. Eine der älteren Moscheen in Nikosia.

Nach einem kleinen Rundgang auf dem Markt gehen wir zurück zum Kreisverkehr wo wir die Trikoupi Straße stadteinwärts gehen. Wir gehen bis zur Omeriye Moschee. Dort biegen wir rechts in die Platia Tillirias Straße folgen ihr. Wenige bis gar keine Touristen treffen wir. Es scheint als tummeln sich alle Nikosia Besucher an den zentralen Einkaufsstraßen. Rechter Hand finden wir Hadjigeorgakis Kornesios Haus. Es lohnt sich den idyllischen Innenhof und die tolle Architektur des Hauses zu sehen. Im Haus befindet sich ein Museum. Wir haben es aus zeitgründen nicht besucht, da wir nur einen Tag in der Hauptstadt geplant haben.


Der Innenhof des Hadjigeorgakis Kornesios Haus – ruhig, idyllisch, sehenswert!

Wir passieren den Palast des Erzbischofs und sehen vor uns einen exponierten Platz mit einer Statue. Es erinnert mich im Ansatz an den Schwarzenbergplatz mit dem russischen Siegesdenkmal. Es handelt sich auch um ein Denkmal. Das Befreiungsdenkmal an der Podokataro-Bastion erinnert an die Befreiung von der britischen Kolonialherrschaft. Paradoxerweise gibt es nach wie vor Gebiete auf Zypern, die Teil des britischen Hoheitsgebietes sind. Samt Militärbasen. So viel zum Thema Postkolonialismus – aber sei‘s drum.


Das Befreiungsdenkmal an der Podokataro-Bastion.

Vom Befreiungsdenkmal gehen wir rechts die Nikiforou Foka Straße Richtung Norden bis zum Famagusta Tor. Dor biegen wir links in eine Gasse, wo wir uns schließlich in den kleinen und enger werdenden Gassen verlieren. Vorbei an diversen Museen, Moscheen und der städtischen Markthalle finden wird ein tolles Lokal. „Yfantourgeio – Weaving Mill“, heißt das urige Lokal, dass für Bücherwürmer und Leute mit Hang zum Urbanen ein „must visit“ darstellt.

Ein Stück weiter finden wir einen ruhigen idyllischen Platz hinter der Faneromenis Kirche. Hier setzen wir uns in einen Schanigarten eines kleinen unscheinbaren Cafés. Den Namen weis ich leider nicht mehr. Jedenfalls bestellen wir einen Eiskaffee, einen „zyprischen Kaffee“ (sag nie türkischer Kaffee zu ihm) und eine kleine Flasche Wasser. Bereit jede Summe zu bezahlen, kriegen wir fast noch Geld das wir hier sitzen durften. Sprich, so billig haben wir noch nie Kaffee konsumiert. Der zyprische Kaffee war einsame Spitze und ich wäre bereit gewesen auch Wiener Kaffeehauspreise zu bezahlen.

Teil 2 der Tour durch Nikosia, inklusive einem Exkurs in den Norden gibt es demnächst hier.

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