Doctor Strange… Meta alter!

Der neue Marvel Film „Doctor Strange“ reiht sich in die erfolgreiche Reihe der Comicverfilmungen. Benedict Cumberbatch zeigt einmal mehr, dass er nicht nur den exzentrischen Meisterdetektiven memen kann, auch wenn man ein paar Parallelen erkennt. Strange ist der Film alle Mal.

Licht aus und Action! Diesmal, nach langer Zeit wieder, ein Marvel Film. Ich bin eigentlich kein großer Fan der Verfilmung von Comics. Von den gefühlt millionsten Auflagen und Ausgaben von X-Men, Avenger, Captain America und Co., habe ich mich bisher stets ferngehalten. Ab und zu schafft es Marvel-Film doch mich ins Kino zu locken. Was mich bei Doctor Strange ins Kino zog, ich will keinen Hehl draus machen, war Benedict Cumberbatch. Der Comic „Doctor Strange“ war mir bisher unbekannt. Unwissend was auf mich zukommt, begab ich mich gemeinsam mit Teresa, meiner Freundin, ins Kino.

Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist ein erfolgreicher Chirurg. Er hat alles was man heut zu Tage als erstrebenswert erachtet. Intellekt, Geld, Charisma, Erfolg, Sexappeal. Jedoch ist er ein ziemlich arroganter Bastard, wenn man das so sagen darf. Er scheint mit den Frauen zu spielen, verschmäht Kollegen und frönt der Dekadenz. Während er in seinem gigantomanischen Sportwaagen über eine abgelegene Straße zu einem Kongress unterwegs ist, kommt er, abgelenkt durch ein Telefonat von der Straße ab und erleidet einen schweren Unfall.

Strange wacht im Krankenhaus wieder auf. Mehrere Knochenbrüche. Vorwiegend stark betroffen, seine Hände, die ihm als Chirurg mehr als heilig sind. Er unternimmt alles um seine Hände wieder 100% funktionsfähig zu machen. Jedoch sieht er es in seiner arrogant resignativen Art ein, er wird nie wieder als Chirurg arbeiten können.

Es kommt wie es bei Marvel immer kommt, die übernatürliche Wendung. Strange erfährt über einen einstigen Patienten mit Querschnittslähmung, welcher mittlerweile wieder normal gehen kann, wo man ihm helfen könne. Kathmandu. An dieser Stelle breche ich meine Nacherzählung ab um nicht die gesamte Handlung zu verraten.

Alles in allem ein runder Marvel Streifen mit keinen großen Überraschungen. Die Charakterentwicklung klassisch. Bei Marvel und im allgemeinen könnte man von der bottom-up oder der up-bottom Charakterentwicklung sprechen. Bottom-up Entwicklungen finden wir zum Beispiel bei Spiderman. Peter Parker, Nerd, gesellschaftlich attestierter Taugenichts und Schwächling, von der Spinne gebissen, mutiert zum Held und Aufsteiger. Die up-bottom Entwicklung, die wir auch in Doctor Strange finden, zeigt beispielsweise den erfolgreichen Chirurgen, Womanizer und das klassische charakterliche Arschloch. Ihm wiederfährt Schlimmes. Durch andere, meist übersinnliche Kräfte, Personen o.Ä., findet er zu sich selbst und kommt auf den Pfad der Rechtschaffenheit.

Doktor Strange versucht auf vielen Ebenen an den Zuseher heranzutreten. Fast etwas biblisch. Du sollst nicht töten, du sollst deine Nächsten lieben, du sollst nicht gierig sein und und und. Eingebettet in eine Metasphäre in der Glaube und Physik einmalig verschmelzen. Als hätten die Kirche und die Illuminaten Dan Brwons „Illuminati“ gelesen und sich auf einen Nichtangriffspakt im Kampf gegen dunklen Mächte geeinigt.

Wer sich Doctor Strange ansieht den erwartet feinstes Popcorn-Kino. Unterhaltung mit den klassischen Marvel „Schmähs“, nichts was man nicht schon kennt, trotzdem lustig und kein kompletter Schunt. Aufgewertet wird das Kinoerlebnis ganz klar durch die Effekte. Ich habe mir den Streifen in einem IMAX Kinosaal in 3D angesehen und war begeistert. Phasenweise kann einem doch Schwindlig werden, da Dimensionen und Schwerkräfte oft außer Kraft treten, nicht aber wegen schlechter Animationen und Effekte. Das Ensemble rund um Benedict Cumberbatch (Sherlock, The Imitation Game), Tilda Swinton (Hail, Caesar!, Grand Budapest Hotel), den einmaligen Mads Mikkelsen (Hannibal, Die drei Musketiere) und Rachel McAdams (Spotlight, Midnight in Paris) bietet eine gut besetzte Charakterriege.

Es würde mich nicht wundern, auch wenn ich auf die Oscars nicht sehr viel Wert lege, wenn ich Doctor Strange unter den nominierten Filmen in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“ wiederfinde! Anschauen ja, auch gerne im IMAX 3D. Für 15€ pro Karte wird man gut unterhalten!

Beitragsbild von:
Urheber: Prishank Thapa
Quelle: https://www.flickr.com/photos/96548335@N08/22849895166/

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