Tag "Kärnten"

Villa Erotica lese ich an der Hausmauer eines offensichtlich alten und herabgekommenen Laufhauses irgendwo in mitten der ländlichen Gegend der Südsteiermark. Ich sitze im EC Polonia der Österreichischen Bundesbahnen und bin am Weg in die Heimat. Einen Ort, welchen ich erst seit wenigen Wochen Heimat nennen kann und darf.
1,7 Millionen Nachbarn, hohe Häuser, Kebapbudendschungel und nicht zu vergessen der Wind. Wien.
Mitte Januar war es soweit. Ich bin in die Bundeshauptstadt verzogen. Dort nenne ich 38 Quadratmeter mein Zuhause. Es war von Tag 0 an ein ungewohntes Gefühl nun komplett selbstständig zu leben. Man kennt zwar das Gefühl, wenn man mal alleine Zuhause ist, wenn die Eltern mal verreisen. Aber wenn man Tag ein Tag aus nun dieses Gefühl hat ist das schon was komplett Neues. Vor allem für einen jungen Menschen wie mich.
Meine “alte” Heimat, Kärnten, hinter mir zu lassen war natürlich mit einer gewissen Wehmut verbunden. Auch wenn viele Freunde und Bekannte in Wien leben oder studieren, musste ich einen Teil meiner aller besten Kumpaninnen und Kumpanen verlassen. Die Verwandten und Bekannten und nicht zuletzt die unvergleichbare Naturschönheit. Was mir definitiv nicht abgeht, sind alle politischen und gewisse gesellschaftlichen Gepflogenheiten.
Nachdem ich meine trauten 38 Quadratmeter nun personalisiert und möbliert habe, begann ich erst zu realisieren, dass ich nun Wiener bin und auch hier wohne. Einer von 1,7 Millionen. Da kennt nicht jeder jeden. Einerseits eine Vorstellung die mir nicht unbedingt missfällt aber trotzdem ein ungewöhnliches Gefühl. Wenn ich einst durch Klagenfurts Straßen spaziert bin, konnte es schon passieren, dass ich das eine oder andere bekannte Gesicht gesehen habe. Nun sitze ich in verschiedensten Straßenbahnen und sehe täglich neue Gesichter. So kommt es mir zumindest vor.
Die ersten Tage und Wochen waren geprägt von neuen Eindrücken und gewissen Regeln, die man in Wien verinnerlichen sollte, damit man sich nicht gleich unbeliebt macht. Ein Klassiker war das Rechts stehen auf Rolltreppen. War mir natrülich schon vor meinem Umzug nach Wien bekannt. Trotzdem vergisst man das hin und wieder. Da kommt es schon vor, dass man ein “Heast bist ogrennt!” oder “Hau di auft Seidn, wonnst ned weida gehst!” buy generic viagra zu hören bekommt.
Bleiben wir gleich beim Thema Öffis. Was das betrifft ist Wien einfach unschlagbar. Man braucht in dieser Stadt überhaupt kein Auto. Egal in welchen Winkel der Stadt man will, es fährt entweder die U-, Straßenbahn oder ein Bus dorthin. Meine Angst, dass ich mich in der Großstadt und im Netz der Wiener Linien nicht auskennen werde, hat sich überhaupt nicht verwirklicht. Alles ist überschaubar und man kommt mit fast allen Linien im 2-5 Minutentakt voran. Im Vergleich zu Klagenfurt, eine Verbesserung um mehr als 100%. Damals hab ich mich noch geärgert, wenn ich auf 30 Minuten auf den Bus warten musste. Mittlerweile bin ich schon soweit, dass ich mich in der U-Bahn Station ärgere, wenn ich 5 Minuten auf die nächste Bahn warte.
Wenn wir schon beim Thema ärgern sind. Nicht nur für die unzähligen Kaffeehäuser, Beisln und das gute alte Riesenrad ist Wien bekannt. Eines was mir fast tagtäglich auf den Straßen, im Geschäft oder Anderswo auffällt, ist das typische Wiener Granteln. Ob über Leute, die Politik oder ganz banale Dinge des Alltags. Wie alles andere muss man sich in der Bundeshauptstadt auch das angewöhnen, um nicht als ganz “Ogschodert” durchzugehen.
Nun sitze ich mittlerweile wieder in meinem Wohnzimmer in Ottakring. Nachdem ich meine neue Heimat und mein Grätzel besser kennen und mittlerweile schon etwas lieben gelernt habe, muss ich mich wieder auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Schließlich bin ich nicht zum Spaß haben in Wien. Die Stadt bietet wunderbare Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten die es zu nutzen gilt. Viele namhafte Medienbetriebe haben ihren Sitz in Wien, was für Journalisten wie mich ein wahres Mekka ist.
Abschließend möchte ich nochmal alle in meiner ehemaligen Heimat Kärnten grüßen und gleichzeitig einen Selbstmörder zitieren: “Passts mir ja gut auf mein Kärnten auf…!”
Bis dann! Tschüssie!
Wie epochal doch dieser heutige 10.10.2010 ist. Nicht nur weil die ganzen Braun-Hemden Kärntens ihren 90ten Jahres Tag des Schlages gegen die “Kommunisten aus dem Süden” begehen, sondern auch weil sich das ach so tief rote Wien dezent Blau färbte. Man möchte denken Wien hatte mit Häupl bereits einen “blauen” Bürgermeister. Nun wird er zwar dennoch als “blauer” Bürgerwaschel im Amt bleiben, aber mit seinen 44,3% wird er den einen oder anderen Mandatar der FPÖ in sein Rathaus einziehen lassen müssen.
Das Tolle ist nun, ganz Österreich wird nun nicht mehr die Kärntner für die dümmsten Wähler der Nation halten. 27% der Wiener/innen haben heute uns davon überzeugt. Man fragt sich nur wieso? Hasswähler? Mehr Skins, Faschos, Neonazis, Rechtsradikale in Wien? Laufen die Ausländer in das rechtsradikale Messer des “Hačes”? Man weis es ja nicht. Wenn man den ersten Analysen dieses Wahlausganges glauben darf so sind nicht die Frauen oder Jungwähler schuld für diese Schande.
Sehr interessant finde ich, dass das Liberale Forum dennoch 0,67% bekommen hat. Schade finde ich, dass es in Wien mit der KPÖ nicht so vorangeht wie in der Steiermark. Persönlich würde ich mir einen Aufschwung der Linken wünschen. Viva la KPÖ.
Zur ÖVP muss ich mich hoffentlich soweit nicht äußern. Die christlich-sozialen haben einen ganz klaren Denkzettel für ihre Strache-Kopie bekommen und das ist gut so. HC auf der rechten Spur überholen zu wollen ist unmöglich und gefährlich liebe Wiener ÖVP.
Auch die Freunde aus der Grünen Basis haben mit -2,4% eine klare Abfuhr als Antwort auf ihre internen Streitigkeiten bekommen. Niemand will eine Partei wählen die intern nicht harmoniert und gut fungiert.
Ich als angehender Student und gleichzeitig angehender Bürger von Wien würde mir eine Rot-Grüne Koalition wünschen. Ebenso hoffe ich, dass sich der Michi Häupl mal beginnt aus dem Weinfass zu hiefen und eine Wählerrückholaktion startet. Was er in den letzten Jahren verbockt hat gilt es wieder gutzumachen. Wien ist zwar derzeit die lebenswerteste Stadt der Welt das wird aber nicht so bleiben, wenn sich die Politik nicht darum kümmert diesen Status auch zu erhalten.
Abschließend schick ich noch dem lieben Herr Gott ein Bitte. Er möge den 27% welche den lieben HC gewählt haben doch die politischen Augen öffnen, damit sie sehen was bzw. wen sie damit ein gefährliches sowie mächtiges Zepter in die Hand gedrückt haben.

Heute gehen offiziell meine Semsterferien zu Ende. Mit dem heutigen Tag schließe ich für mich auch das 1. Schulsemester ab. Wie schon erwähnt positiv und mit dem Gedanken an die immer näher kommende Matura. Einerseits habe ich Angst, andererseits kann ich es kaum erwarten Ende Juni das Schulgebäude für die nächste Zeit zu verlassen.
Doch bevor meine Angste und Träume realität werden konnte ich die letzte Woche sehr angenehm und mit junger deutscher Gesellschaft verbringen. Gestern vor 1 Woche kam nämlich Peter zu Besuch. Wir haben viel Tolles und vor allem Lustiges erlebt in der vergangenen Woche. Euch heute schreib ich euch einen kleinen Tagesbericht was wir so im Lauf der Woche gemacht haben:
Samstag(06.02):
Ankunft. Kurz nach 13 Uhr war es schließlich soweit. Nach knapp einem halben Jahr sehen ich und Peter uns wieder. Diesmal auf österreichischem Boden. Gleich nach dem Empfang ging es gemeinsam mit meinen Eltern und Peter zum Chinesen. Abschließend fuhren wir nachhause und der restliche Tag wurde mit gemeinsamen Musik hören, Film schauen und der Planung der Woche verbracht.
Sonntag(07.02.):
Hallo Babi. Wie es so üblich ist bei uns beiden, sind wir auch am ersten Tag unseres gemeinsamen Urlaubs spät aufgestanden. Nach dem Mittagessen ging es dann gleich mal auf Verwandtenbesuch, damit Peter auch mal meine Familie kennen lernt. Wir fuhren zu meinen Großeltern in die Nähe des Faaker Sees. Bei Kaffe und Jause wurden so manche Lebensgeschichten und interessante Themen behandelt. In den Abendstunden ging es dann ab nachhause wo noch eine gemeinsame Wii Bowling Partie mit meinem Vater gezockt wurde.
Montag(08.02.):
Hier wohne ich. Auch am Montag sind wir beide eher spät aus unseren Zimmern gekrochen. Doch am Montag hatten wir noch viel am Programm. Am Mittagstisch haben wir beschlossen trotz des Schnees eine kleine aber feine Sightseeing-Tour zu machen. Eine Tour durch mein Heimatdorf, Maria Rain. Da fragt man sich was es hier eigentlich groß zu sehen gibt, doch ich hab mir einige Stationen die recht sehenswert sind herausgesucht, welche wir auch besichtigt haben. Bewaffnet mit meiner Kamera gings dann durch die Straßen von Maria Rain. Es wurde dunkel, als wir dann etwas erschöpft die Haustür aufgemacht haben.
Schon im Wohnzimmer gespannt wie ein Fiji-Pfeil hat meine Schwester mich und Peter erwartet. Eigentlich eher Peter als mich. Nach kurzem Kennenlernen musste dann aber meine Schwester wieder in ihre Wohnung fahren.
Dienstag(09.02.):
Sightseeing meets Kino. Maria Rain ist zwar ein schönes Örtchen, doch Klagenfurt ist doch noch eine Spur größer. Um 12 Uhr machten wir dann einen Abstecher nach Klagenfurt City. Dort gings halt Standartmäßig durch die Innenstadt, in die City Arcaden und dann zu McShit auf ein MacMenü. Nach dem ganzen Sightseeing ging es dann mit dem Bus ab ins Cine City, Avatar ansehen.
Mittwoch(10.02.):
Seerundfahrt und Villach. Mittwoch war wettermäßig echt der schneereichste Tag der gesamten Woche. Nichts desto trotz haben wir beschlossen eine Wörthersee Rundfahrt und einen Abstecher nach Villach zu machen. In Villach sind wird nach einer wirklich kurzen Sightseeing Tour auf Kaffee und Kuchen in ein Kaffehaus gegangen. Abschließend haben wir noch meine anderen Großeltern in Klagenfurt besucht.
Donnerstag(11.02.):
Slovenija je lepa. Schon früh Morgens ging es neben dem ganzen Schnee, gemeinsam mit meinen Klagenfurter Großeltern nach Slowenien. Genauer gesagt nach Postojna in die Postojnska Jama. Dort haben wir leider die erste Führung durch die Grotte versäumt. Deswegen haben wir uns gleich mal in Postojna an den Mittagstisch gesetzt. Nach einem deftigen Mahl gings ab in die Tropfsteinhöhle.
Am Nachhauseweg blieben wir noch beim Marinšek stehen um etwas hinter die Kiemen zu bekommen.
Freitag(12.02.):
Ostflair. Das Mittagessen am Freitag war ganz nach Peters Geschmack. Was haben wir gekocht? Natürlich Königsberger Klopse nach orginallem Rezept. Geschmeckt hats alle male.
Samstag(13.02.):
Pfiat di Kärnten. Gestern war es dann leider wieder soweit. Alles hat ein Ende nur die Wurscht hat 2. So hatte die Woche, die leider viel zu schnell verging auch ein Ende. Um Kurz vor 12 trennten sich dann unsere Wege wieder wo sie vor einer Woche zusammen gekommen sind.
Bis dann! Tschüssie!
Auf der Kreuzung steht die Polizei. Die Straßen sind abgesperrt, die Lichter der Polizei-Autos blitzen durch die Gassen. Ein Masse an Menschen drängt heran. Das ertönen von wilden Pfeifen ist zu vernehmen, Wachsgeruch ertränkt die Winterkälte. Die Masse kommt zum stehen. Es wird gepfiffen, gebrüllt und eine Männerstimme ertönt durch Lautsprecher.
In Zeiten der ausgepressten Orangen und blau tropfenden Landesregierungsfenstern kann nicht die Rede von einem stillen vorweihnachtlichen Dienstag sein. Immer mehr Leute schlafen den Rausch aus, welchen ihnen die Jörg Haider Show und deren Nachfolger beschert hat. Immer mehr Leute haben es satt, Banken und Landesschulden zu finanzieren. Immer mehr Leute sehen die Gesichter der wahren Dörftrottel. Die Menschen haben genug und wenn eine Bevölkerung genug hat, dann beginnt sie sich zu organisieren. Zu sammeln, zu denken und schließlich zu handeln.
Heute war eine der Handlugstage. Knapp 400 Menschen stürmten heute vereint auf das Gebäude der Kärntner Landesregierung zu. Es war ein anblick wie 1515, als sich die Bauern begonnen haben zu wehren. Mit Fackeln und Transparenten bewaffnet ging es bis vor die Tür der Regierung. Vor dem Gebäude gings dann los mit “Dörfler raus…!” und “Wir wollen Neuwahlen…!”. Auch einige Kärntner Spitzenpolitker waren unter den Demonstrierenden. Unter anderem auch SPÖ Klubobmann Rohr, welcher bei der Kundgebung vor dem Regierungsgebäude einige Worte an die “Freunde” richtete.
Auch ich habe der Kundgebung beigewohnt, doch habe ich wegen der schlechten Beschallung fast nichts verstanden von den Reden. Jedenfalls war ich mit dabei und habe meinen Beitrag und meinen Protest mit meiner Anwesenheit ausgedrückt. Auch ich bin für Neuwahlen, den so kann es in Kärnten nicht mehr weitergehen. Wir lassen uns nicht weiter ausnehmen wie die Weihnachtsgänse.
Ans Herz würde ich euch gerne die Petition für eine Neuwahl auf “NeuwahlJETZT.at” legen. Ich hab mich mit derzeit knapp 1400 Leuten auch schon eingetragen. Ich finde es ist Zeit ein Zeichen gegen diesen politischen Kurs in Kärnten zu setzen und endlcih mal was anständiges an die Macht zu bringen. So wie es jetzt ist kann es auf jeden Fall nicht mehr weitergehen.
Ein Bild der heutigen Demo gibts HIER.
Bis dann! Tschüssie!
Alle Jahre wieder. Wenn die Blätter von den Bäumen fallen, die Kastanienzeit beginnt und Kärnten in den Fahnen ersäuft, ist es Oktober. Der 10te Oktober. Alle Jahre wieder überzieht Kärnten ein kalter Schauer. Nicht nur von den Temperaturen her wird es kälter und düster im Land.
Wenn die Nacht anbricht und die Glocken der Kirchtürme läuten, das Feuerwerk aufblitzt und die Fahnen und Fackelträger durch die Gassen ziehen wird die Grenze wieder mit Blut geschrieben. Wird ein Stück Vergangenheit zum Leben erweckt. Ein Stück, welches dieses Land prägt und immer wieder aufs Neue prägt. Auch ein Stück Geschichte, welches zum Politikum in unserem Land wurde.
Volksabstimmung. Ein Wort, das in den Ohren vieler Kärntner ein Wort der Freiheit ist. Ein Wort der “Ungeteiltheit”. Doch wenn man bedenkt, dass 1920 knapp 80% der Süd Kärntner Bevölkerung slowenische Wurzeln hatte, hätte das Ergebnis auch anders aussehen können. Die damalige provisorische Kärntner Landesregierung versprach ja der Süd Kärntner Bevölkerung hoch und heilig das sie die “sprachliche und ihre nationale Eigenart [der Slowenen] jetzt und alle Zeit wahren will“ . Viele der Kärntner Slowenen, die damals für Kärnten (somit für Österreich) gestimmt haben waren wahrscheinlich von dieser “Parole” geblendet.
Mein Urgroßvater würde wahrscheinlich im Grabe rotieren, wenn er wüsste wie heut zu Tage mit den Kärntner Slowenen\innen hantiert wird. Am liebsten würde man “uns Slowenen” von der ah so schönen Kärntner Karte streichen. Uns am besten Hinter die Karawanken schicken, obwohl jeder 2te Kärntner Slowene für Österreich gestimmt hat. So zu sagen mit einem Dankenden Fußtritt über die Kärntner Grenze schleudern.
So zu sagen war das Versprechen der Kärntner Landesregierung 1920 die erste Lüge und Ausnutzung dem Slowenischen Volk gegenüber. Jetzt, 89 Jahre danach wird weiter gelogen. Viele der damaligen Slowenen wurden durch die Generationen eingeschüchtert und von Politik und Gesellschaft “bekehrt”. Von den knapp 35.000 (1920) sind wir nunmehr eine Minderheit von 13.109 Kärntner Slowenen (2001). Wenn wir nun unser Recht von 1920 oder unser Recht von 1955 einfordern werden wir entweder verarscht oder zurückgewiesen.
Da fragt man sich eigentlich wirklich, “was wäre wenn?” Was wäre, wenn die Slowenen damals gegen die Regierung und die Parolen der Abwährkämpfer gestimmt hätten. Wenn wir der SHS angeschlossen worden wären. Dann würden heute einige blöd aus der Wäsche schauen. Doch alles das sind leider nur Spekulationen und gewisse Träume.
Traurige Tatsache ist, dass die Grenze mit Blut geschrieben wird. Fackeln, Feuer und Feuerwerkskörper werden gezündet und mit jedem Licht, dass die Nacht des 10. Oktobers jedes Jahr erhellt wird der Sieg bzw. die Ausnutzung der Kärntner Slowenen gefeiert.
Ich, als ein Teil der Kärntner Slowenischen Bevölkerung fühle mich in den Bauch getreten. Jedes Feuerwerk das aufhellt, jede Fackel, jeder Kranz der niedergelegt wird, sowie jede Feier die abgehalten wird, ist wie ein Stich in meine slowenische Seele. Schließlich haben sich meine Vorfahren für ein Leben in Österreich entschieden. Ein Leben in einem Bundesland mit 2 Volksgruppen. Der Deutschen und der Slowenischen. Doch ist das Ziel des heutigen 10. Oktobers sehr monoton. Deutsch Kärnten wird angepriesen. Fast niemand spricht über ein Bundesland in dem 2 Völker leben sollen. Fast niemand will 2-sprachige Ortstafeln als Zeichen von 2 Völkern mit wertvollen Kulturen. Fast niemand weiß es zu würdigen, dass Kärntner Slowenen sich für Österreich entschieden haben.
Diese Tatsachen klage ich an. Ich klage an, dass wir schon 89 Jahre unserer Rechte, die uns zugesprochen worden sind beraubt werden. Ich klage an, dass der 10. Oktober Kärntner Slowenen mit Händen und Füßen tritt. Ich klage an, dass Kärnten Slowenen 89 Jahre eingeschüchtert und verneint werden. Wenn jetzt nur eine/r meine Klagen nicht versteht, ignoriert oder sinnlos findet, so soll er/sie sich mit der Geschichte und den Zahlen der Volksabstimmung befassen. Soll sich etwas Besinnen und Nachforschen, den das “Tsch” war vielleicht auch einmal ein “Č” des Nachnamens.
Zusammengefasst sage ich, dass ich den jetzigen 10. Oktober in dieser Form nicht unterstütze und befürworte. Ich verlange nicht das ganz Kärnten mit 2-sprachigen Ortstafeln beschildert wird. Doch Orte in denen die slowenische Kultur noch aktiv gepflegt wird haben es auch verdient, dass mit Ortstafeln auf diese wertvolle 2 sprachige Kultur aufmerksam gemacht wird.
Ich verlange nicht, dass die Feiern um den 10. Oktober verboten werden. Ich verlange nur, dass diese Feiern eine andere Denkweise angeheftet bekommen. Ich verlange das diese Feiern endlich einmal für ein Kärnten mit 2 Völkern in ihm stehen und nicht nur für die des Deutsch Kärnten.
Bis dann! Tschüssie!

“Würden wir nicht in Kärnten wohnen, könnten wir ja fast noch drüber lachen.” – sagte eine Frau, nach der Aufführung von “Jura Soyfer – Auf uns kommt es an!” Was zwar vielleicht etwas ironisch und spaßig klingt, ist leider traurige Tatsache. Doch das Stück, unter der Regie von Johann Kressnik, ist wie eine Adrenalinspritze für das braune Kärnten. Mit den total kritisch dargestellten Themen rund um den Nazionalsozialismus bis hin zum Tod Jörg Haiders, werden einmal mehr den Zusehern die Augen geöffnet. Schließlich lassen sich leider heute noch in Kärnten ziemlich viele parallelen zur Nazizeit aufzeigen.
Das Stück spielt allgemein mit allen Emotionen der Zuschauer. Man kann in einigen Szenen lachen, in vielen wird man nachdenklich, betrübt, traurig aber auch die Angst, hat glaube ich auch den Einen oder Anderen gepackt.
Ich will in diesem Blogeintrag keinen Inhalt des Stückes wiedergeben, weil ich finde jeder sollte sich dieses Stück mit eigenen Augen ansehen. Das Stück ist meiner Ansicht nach sehr sehenswert und vorallem auf einem hohen kulturellen Niveau. Den Preis von 20€ pro Eintrittskarte finde ich zwar leicht überhöht, aber man kriegt für das Geld wirklich ein tolles Theaterstück geboten. Wenn ihr die Gelegenheit habt, euch dieses Stück anzusehen, bitte nehmt diese Gelegenheit wahr und schaut es euch an. Ich für meinen Teil kenne ja die Probleme hier bei uns in Kärnten und für mich war nur weniges an der Thematik neu. Deswegen sollten sich das auch einige außenstehende Personen ansehen, damit auch diesen mal die wahren “Kärntner-Augen” geöffnet werden.
Bis dann! Tschüssie!
Allgemein sind ja Sachen welche man aufwärmt ja nie so gut, weil sie meist alt und abgestanden sind. Vorallem muss man ja immer was Altes aufwärmen, wenn der jetzige Koch nicht kochen kann.
Aber heute bin ich nicht aufs Kochen aus, sondern auf die neuen Aufwärmversuche von Petzner & Co., um den Tod Jörg Haiders.
Das in letzter Zeit ja solche Berühmtheiten, wie Jackson oder eben Haider in so kurzer Zeit und vorallem so unerwartet sterben, kann ja laut Petzner kein Zufall sein. Sabotage! Es war ja der Mossard, oder nein, es waren diese Linkslinken die ja nichts Besseres zu tun haben, als einfach so Jackson und Haider aus dem Verkehr ziehen.
Stefan, mögest du mir folgende Zeilen entschuldigen, aber auch wenn du viellleicht noch warm bist, doch dein Jörg wirds nicht mehr. Man bin ich pietätslos. Mich wundert ja, dass das Wort des Jahres 2008 nicht “pietätslos” geworden ist.
Wie dem auch sei. Ich finde es nur lächerlich, dass die derzeitige BZÖ-Regierung in unserem Land einfach nicht fähig ist zu regieren und sich wegen Angst vor Wählerverlusten auf den guten alten Jörg ausredet.
Auch wenn ich Haider nicht mochte, finde ich das jeder Tote seine Ruhe verdient hat. Also lasst endlich mal diesen Haider in Ruhe und kümmert euch um die finanzielle Lage bei uns im Schulden-Kärnten.
Apropo Finanzen. Die neue Gedenktafel beim “Jörgschrein” hat sich wahrscheinlich auch aus Steuergeldern finanziert. Danke Gerhard, das du wieder ein paar Euronen mehr auf den Schuldenberg Kärntens schäffelst. Es ist ja unheimlich wichtig, das wir 3 Tafeln dort stehen haben und nicht 1ne.
Naja. Das was bei den Zweisprachigen-Ortstafeln gespart wird, wird eben beim Jörgl aufgestellt. Alsob das nicht schon genug Verarsche den Kärntner Slowenen gegenüber wäre, muss man ja beim Jörg ein Lindenblatt als Motiv verwenden, welches normalerweiße ein Symbol der slawischen Kultur ist. Naja vielleicht musste der Steinmetz einfach ein Lindenblatt nehmen, da die deutsche Eiche ja verschwunden ist.
Aber lassen wird das.
Lieber Gerhard und Stefan, auch wenn ihr wegen eurer unfähigkeit zu regieren euch auf den Jörg aussprecht, es wird euch für die Zukunft nichts nutzen. Auch wenn 30 Gedenktafeln in Lambichl stehen werden, die Probleme des einfachen Kärntner Volkes werden dadurch nicht kleiner. Also wacht mal aus euren Träumen des 11.10. auf und beginnt mal zu arbeiten.
Bis dann! Tschüssie!
Ich muss euch dringend mal einen Blog ans Herz legen, welchen ihr unbedingt abonnieren solltet. Der Lindwurm, heißt der Blog von Bernhard Torsch. Er schreibt meist über Themen rund um die Politlandschaft in Kärnten, Österreich und aller Welt.
Was mir an seinem Blog am meisten gefällt, ist sein offener und wirklich “scharfer” Schreibstiel. Vorallem nimmt er sich kein Blatt vor den Mund und stellt die Sachen so hin, wie sie wirklich sind.
Von Menschen mit sollcher Denkweise sollte es wirklich mehr geben, vorallem in Kärnten.
KLICK MICH um zu Lindwurms Blog zu gelangen.
Bis dann! Tschüssie!
Für 4 Jahre bleibt Kärnten vorerst wieder (Braun) Orange. Ich war offensichtlich zu optimistisch was diese Wahl anbelangt. Leider muss ich wieder mal feststellen das knapp 50% der Kärntner Bevölkerung politisch “Rechts” stehen. Auf der einen Seite enteuscht mich das, auf der anderen Seite habe ich als aktives Mitglied der Kärnterslowenischen Minderheit, angst. Angst deshalb, weil ich merke das die Zahl der “Rechten” Bevölkerung von Wahl zu Wahl in Kärnten steigt.
Naja, was soll man tun. Wie sagt man so schön, “Kärnten ist anders!” und das scheint für die nächsten Jahrzehnte so zu bleiben. Für mich stärkt sich allmählig immer mehr das Gefühl, von diesem “Rechtenfleck” zu verschwinden.
Mal schaun!
Bis dann! Tschüssie!
Grade in der Kärntner-TV Sendung “Kärnten Heute” gehört, dass jedes Jahr knapp 440 Leute vermisst werden. Die meisten tauchen zwar wieder auf, aber ich finde es trotzdem krass, dass so viele Personen einfach so spurolos verschwinden können. Ich glaube ja nicht, dass jeder verschleppt oder festgehalten wird, sondern das viele junge Leute einfach den sogenannten “Kick” suchen oder sich einfach selbstständig machen wollen.
Naja. Ich persönlich habe es zuhause ganz gut und denke nicht daran von Zuhause wegzulaufen oder mich verschleppen zu lassen.
Bis dann! Tschüssie!
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