Archiv: 11-2011

hauben-küche meets schatelmenü…
23.11.2011

Der neuste Gag aus der Marketingabteilung des Fast-Food Giganten “McDonalds” preist seit einigen Tagen nun die sognannte  Hauben-Küche an. Auch der TV-Werbespot zeigt den Sehern eine Umwandlung vom “Schachtelwirten” zum Nobelrestaurant mit Empfangsdamen, Kellnern und einem Aufgebot an Haubenköchen unter der Leitung von Toni Mörwald. Nicht zu vergessen die in majestätischen Bildern zubereiteten Burger, welche im Spot sogar mit Messer und Gabel gereicht werden. Dem medial 1-A aufbereitetem Ruf von augenscheinlich exzellenter Hauben-Küche beim Fast-Fooder mit dem großen “M”, bin ich als allgemeiner Schlemmer mit großen Erwartungen gefolgt. Mein Vater hatte Geburtstag und so dachten wir uns, wir könnten das Geburtstags Dine beim Amerikaner zu uns nehmen.
Doch schon beim öffnen der Eingangstür hatte ich kein all zu gutes Gefühl mehr. Kein Portier öffnete. Nichts desto trotz war noch immer die Hoffnung auf einem Empfangsdame gewahrt. Leider hat auch die nächste Enttäuschung nicht lange auf sich warten lassen. Anstatt einer gut gekleideten, höfflichen Empfangsdame erwartet mich nach der 2. selbstgeöffneten Eingangstüre nur ein gelbes Schild mit der Aufschrift ”Vorsicht, Rutschgefahr”. Hinter dem Schild, eine den Wischmop schwingende, etwas grimmige Reinigungsdame, welche kurze Zeit nachdem ich über den frisch gewischten Boden gelaufen bin, mir einen wie nach einem Fluch klingenden Satz hinterher murmelte. Auch das Mobiliar war unverändert und erstrahlte im klassisch jugendlichen McDonalds-Stil. Von Kellnern fehlte ebenso jede Spur.
Der letzte Hoffnungsschimmer hing nur mehr am Essen. Deutlich irritiert setzten wir unseren Weg durch das vermeintliche Haubenlokal fort.  Bis hin zum Bestelltresen, wo

wir mit einem ziemlich gelangweiltem und äußerst genervtem ”Halli Hallo” begrüßt wurden. Die begrüßenden Worte entstammten dem Mundwerk eines jungen Burschen mit wild zerzauster Minipli-Frisur, welche stark an Atze Schröder erinnerte. Meine Blicke zogen kurz über die Werbetafel, hinter der Atze Schröder Frisur vorbei, um zu entscheiden welchen kulinarischen Burgerhochgenuss ich mir gönne. Als ich dann meine Bestellung dem Burschen im schweißgetränktem Poloshirt übermittelte stieg die Spannung. Haltet Ronald in dieser Hinsicht sein Hauben-Küchen Versprechen, von einem exklusiven Burger auf lieblichen Marmortellern und Besteck? Die Minuten des Wartens wurden immer unerträglicher. Es zischte und piepte aus dem Kochbereich vor mir. Und als es dann soweit war, rollte leider nur ein in einem kleinen Schächtelchen verpackter Mc Tafelschmaus über die metallerne Rampe der Wahrheit. Dazu der klassisch unluxuriöse Pappbecher, lieblos befüllt mit einem gepunchten Sprudelgetränk und als Beilage in Fett ersäufte und mit Salz überhäufte Pommes.
Mit einem Tablet voller Schachteln ging es in Richtung Tisch. Deutlich enttäuscht biss ich in den Burger. Bis auf einen etwas anderen Geschmack der Soße erinnerte der gewählte Burger geschmacklich stark an den Big Mac. Somit blieb auch die große Haubenküchen-Überraschung aus.
Natürlich war es klar, dass mich an diesem Abend keine große Überraschung erwarten wird. Trotzdem finde ich es sehr gewagt eine Fast-Food Kette als Nobelrestaurant zu präsentieren. Interessant finde ich, dass sich ein Haubenkoch wie Toni Mörwald als Gesicht für solch eine Kampagne hergibt. Doch bekanntlich haben wir Menschen alle unseren Preis. Meinungen seiner Kollegen würden mich durchaus interessieren.

Bis dann! Tschüssie!

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stilles jubiläum…
13.11.2011

Ganz schön still ist es in den letzten Monaten rund um meinen Blog geworden. Die Gründe dafür stehen 2 Blogeinträge tiefer. Auf meine Inaktivität will ich in diesem Beitrag grundsätzlich nicht eingehen. Viel wichtiger ist das heutige Datum für meinen etwas eingestaubten aber

dennoch weiterhin mit Liebe erhaltenen Blog. Auf den Tag genau vor 3 Jahren fiel der Startschuss für diese gefüllte Lücke im Web 2.0. In den vergangenen 3 Jahren kann ich auf ein erfülltes Bloggerleben zurückschauen und gleichzeitig ein bisschen stolz auf mich sein. Es gibt nicht viele von meiner Sorte, die es in dieser Sphäre so lange aushalten. Vor allem war ich immer ein sehr genügsamer Schreiberling. Meine Beiträge haben nie große und hohe Wellen geschlagen. Ich habe mich aber auch nicht darum gekümmert.  Mir war es immer wichtig das die Leute von alleine hierher finden. Wenn es ihnen gefällt kommen sie wieder, wenn nicht, waren es vielleicht 3 weitere Sekunden die sie beim durchstöbern des WWW auf einem Blog verbracht haben.
Trotzdem kann ich behaupten, dass ich mit meinen Internetaktivitäten und somit auch mit meinem Blog in der Kronen Zeitung erschienen bin. Für mehr, als die Krone hat es leider bisher nicht gereicht aber mit knapp 2,8 Mio. Lesern ist das dennoch nicht ganz außer Acht zu lassen.
Neulich habe ich mich in meinem Blog schmökernd erwischt. Auch für mich ist es immer wieder toll die alten Beiträge zu lesen. Zu sehen was mich vor 2 oder gar 3 Jahren bewegt hat. Worüber ich geschrieben habe und wie ich darüber geschrieben habe. Mein Schreibstil hat sich Gott sei Dank in den letzten 3 Jahren auf jeden Fall verbessert. In puncto Wortschatz hat sich auch was getan. Hoffe ich zumindest.
Mein Blog war durch die Zeit nie wie ein Tagebuch für mich. Ich habe zwar regelmäßig über Erlebnisse und alltägliche Dinge berichtet, nichts desto weder wollte ich mit meinem Blog auch gewisser maßen Informieren. Über neue Dinge, Webseiten, Veranstaltungen und mehr. Des Weiteren wollte ich jungen Menschen, im Zuge meiner Beiträge über die Musterung, Strafen, den Führerschein und viele nicht-alltägliche Ereignisse, ein klein wenig die, “Wie funktioniert das Leben als junger Mensch?” Frage beantworten.
Die letzten 3 Jahre vergingen wie im Flug. Wer gehofft hat, dass ich jetzt einen Abschiedsbrief hinterlasse und mich aus der Szene vertschüsse, der hofft umsonst. Zwar bin ich derzeit nicht so aktiv wie vor 3 Jahren aber ich bleibe euch da Draußen weiterhin erhalten. Ich werde mich bemühen, euch nicht mehr so wortkarg hinzuhalten im laufe der nächsten Monate. Eins verspreche ich euch schon heute. Die kommenden 3 Jahre wird es auch hier wieder einiges zu lesen geben. In diesem Sinne. Auf die Tasten, fertig, los, in die nächsten Jahre!

Bis dann! Tschüssie!

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